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Geschichte
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Die Berufsbildende Schule Siegburg besteht in ihrer derzeitigen Form seit 1968. Ihre Entwicklung begann jedoch schon im Jahre 1854.
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1854 |
wurde in Siegburg der „Katholische Gesellenverein“ gegründet.
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Ziel des Vereins war es, sich der Weiterbildung der volksschulentlassenen Jugendlichen anzunehmen. Unterrichtet wurde in den Fächern Religion, Deutsch, Mathematik, Zeichnen und Gesang; die Lehrer waren nebenamtlich tätig.
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Das Fortbildungswesen gewann mehr und mehr an Bedeutung;
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1875 |
wurde schließlich in Siegburg eine Allgemeine Fortbildungsschule eröffnet. Hier umfaßte der Unterricht die Fächer Lesen, Rechtschreiben, Aufsatz, Rechnen, Raumlehre, Naturgeschichte, Naturlehre, Geographie, Zeichnen und Geschichte. Unterrichtszeit war sonntags ab vier Uhr, dienstags und freitags ab acht Uhr abends.
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Auf Bemühungen des Vereins der selbständigen Handwerker Siegburgs hin, wurde
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1882 |
Zeichenunterricht in den Lehrplan aufgenommen, „um den Ansprüchen der Neuzeit gegenüber“ gerecht zu werden. Der Unterricht wurde von einem Techniker erteilt.
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1888 |
wurde aus der Allgemeinen Fortbildungsschule eine Städtische Gewerbliche Fortbildungsschule. Grundlage hierfür war das Bestreben der Handwerkerinnung, in Verbindung mit der städtischen Fortbildungsschule eine Handwerkerschule zu errichten. Diese Handwerkerschule sollte „eine Fachschule zur theoretischen Ausbildung von Handwerkern sein“.
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1901 |
trat ein Ortsstatut in Kraft, welches „alle sich im Stadtbezirk regelmäßig aufhaltenden Arbeiter - Lehrlinge, Gehilfen, Gesellen und Fabrikarbeiter -“ verpflichtete, die gewerbliche Fortbildungsschule zu besuchen.
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1905 |
trat ein weiteres Ortsstatut in Kraft, welches genau festlegte, wer am Unterricht der Gewerblichen Fortbildungsschule teilzunehmen hatte und welche Berufe vom Zeichenunterricht freigestellt wurden.
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1909 |
wurde auf Wunsch der Bäcker- und Konditorinnung eine Fachklasse für die Bäcker- und Konditorlehrlinge eingerichtet.
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1914 |
bis 1916 wurde die Städtische Gewerbliche Fortbildungsschule wegen des Krieges geschlossen.
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1920 |
wurde der Gewerblichen Fortbildungsschule Siegburg eine freiwillige Fortbildungsschule angegliedert. Aufgabe dieser Schulform war es, Kenntnisse in den Fächern Mathematik, Elektrotechnik, Maschinenkunde und Zeichnen zu vermitteln, die über den Rahmen der bisherigen Fortbildungsschule hinausgingen.
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1921 |
kam zur gewerblichen ein kaufmännische Fortbildungsschule hinzu. Fortbildungsschulen hießen von nun an gemäß preußischer Gesetzgebung „Berufsschulen“.
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1923 |
wurde die Berufsschulpflicht für alle nicht mehr volksschulpflichtigen Jugendlichen unter 18 eingeführt.
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1924 |
wurde das Fach „Hauswirtschaft“ in das Lehrangebot aufgenommen. Die Berufsschule Siegburg verfügte nunmehr über drei Abteilungen.
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Hinzu kam die Einrichtung eines kaufmännischen Tageskurses, des sogenannten Zweijährigen Tageshandelslehrgangs. Dieser Tageskurs bildete den Grundstein für die spätere Handelsschule.
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In den 30’er Jahren (Zeit der wirtschaftlichen Depression) wurden für die Jugendlichen von 14 bis 18 Jahren sog. Erwerbslosenklassen eingerichtet. Auch für die erwerbslosen Jugendlichen von 18 bis 21 Jahren wurden in Verbindung mit dem Arbeitsamt entsprechende Kurse eingerichtet.
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1935 |
wurde der bereits erwähnte zweijährige Tageshandelslehrgang offiziell als Zweijährige Handelsschule anerkannt.
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1937 |
wurde eine Haushaltungsschule eröffnet, um die bereits existierende hauswirtschaftliche Ausbildung zu erweitern und zu vertiefen.
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1938 |
wurden die ersten Bezirksfachklassen für Banklehrlinge,
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1941 |
für Postjungboten und 1943 für Eisenbahnjunghandwerker eingerichtet.
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1944 |
bis 1945 wurde der Unterricht wegen des Krieges eingestellt.
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Am 15. November 1945 begann der Unterricht in der Handels- und Haushaltungsschule, am 4. Dezember 1945 in der Berufsschule.
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Mit dem Anstieg der Schülerzahlen wurde es 1946 notwendig, einen Abiturientenlehrgang mit dem Lehrplan einer Höheren Handelsschule einzurichten.
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1949 |
wurde der Berufsschule eine gartenbauliche Abteilung angegliedert.
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1963 |
wurde mit dem Bau des neuen Berufsschulgebäudes begonnen, um endlich den steigenden Schülerzahlen entsprechen zu können, aber auch um eine räumliche Zusammenlegung der Klassen zu erlangen.
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1966 |
wurde die neue Schule bezogen. Am 1. April 1966 wurde der Siegkreis Schulträger der „Berufs- und Berufsfachschule des Siegkreises in Siegburg“. Die zweijährige Handelsschule blieb allerdings zunächst in der Trägerschaft der Stadt Siegburg.
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1968 |
wurde auch die zweijährige Handelsschule in die Trägerschaft des Kreises übernommen. Damit hatte ein eigenes berufsbildendes Schulwesen in der Trägerschaft der Stadt Siegburg zu bestehen aufgehört. Die Trägerschaft aller berufsbildenden Schulen im Siegkreis wurde dem Siegkreis übertragen. Er bildete drei Schwerpunkte und zwar in Hennef, Troisdorf, Siegburg mit Außenstellen in Eitorf und Bad Honnef.
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entnommen aus: Wilhelm Kneutgen: Das berufsbildende Schulwesen der Stadt Siegburg; Heimatbuch der Stadt Siegburg, 1971 - zusammengestellt von Sonja Dowideit
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Durch den Beschluss vom 5. Juni 1968 wurde die künftige Organisation des beruflichen Schulwesens im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis festgelegt:
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Die Berufsschule in Eitorf sowie in Bad Honnef wurden unselbststauml;ndige Außenstellen der Berufsschule in Siegburg.
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Die Handelsschulen und die kaufmännischen Abteilungen der Berufsschulen in Hennef und Troisdorf sowie die kaufmännischen Abteilungen der Außenstellen Bad Honnef und Eitorf wurden abgebaut und mit der kaufmännischen Abteilung der Berufsschule in Siegburg zusammengelegt. Die Höhere Handelsschule in Siegburg der Berufsschule in Siegburg angegliedert.
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Die gewerblich-technische Abteilung der Berufsschule in Siegburg wurde der Berufsschulen in Hennef zugeordnet. Die bisher der Berufsschule des in Siegburg angegliederte hauswirtschaftliche Berufsfachschule wurde der Berufsschule in Troisdorf angegliedert und mit der dort bestehenden hauswirtschaftlichen Berufsfachschule zusammengefasst.
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1997 |
wurde der Bildungsgang der Gymnasialen Oberstufe wieder ins Leben gerufen, so dass Schüler auch am Berufskolleg das Abitur ablegen können.
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1999 |
änderte sich mit einer Änderung des Schulverwaltungsgesetz der Name der Berufsschule in „Berufskolleg des Rhein-Sieg-Kreises in Siegburg“.
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2000 |
bezog die Außenstelle des Berufskollegs in Eitorf ihre neuen Räumlichkeiten an der Schoellerstraße in Eitorf.
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2003 |
wurde aufgrund der immer weiter steigenden Schülerzahlen eine dritte Außenstelle in Neunkirchen im Gebäude der alten Grundschule errichtet.
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Aktuell besuchen zusammen gut 2.700 Schüler das Berufskolleg Siegburg und seine Außenstellen in Bad Honnef, Eitorf und Neunkirchen und werden dort von etwa 140 Lehrern unterrichtet. Eine genaue Übersicht der verschiedenen Bildungsangebote finden Sie unter der Rubrik Bildungsgänge.
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